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Zwanzig.

Das Folgende ist etwas ganz Allgemeines, denn ich finde, dass das zwischendurch auch mal sein muss. - Allerdings ist das Ganze absolut subjektiv gehalten und beruht einzig und allein auf meiner Meinung.

Mir ist aufgefallen, dass ich in diesem Blog ziemlich viel jammere, was einen durchweg negativen Eindruck macht und mich wirken lässt wie eine verbitterte, alte Schnepfe, was ich aber - das bilde ich mir jedenfalls ein - nicht bin. Zumindest nicht hauptsächlich.

Dass ich es riskiere, in diesem Blog verbittert zu wirken, weil ich ausschließlich über negative Sachen berichte, war mir von Anfang an klar. Aber es war mir egal, denn dass Inklusion, meiner Meinung nach, eine Illusion ist, das ist ja - finde ich - eher negativ und ein Blog, in dem es um diese Thematik geht, kann schlecht voll mit positiven Heile-Welt-Einträgen sein. Meiner Meinung nach.

Trotzdem möchte ich jetzt endlich mal etwas Positives vermerken, was mir in den letzten Jahren schon oft aufgefallen ist.

Grundsätzlich halte ich an meiner Aussage fest, Inklusion eine Illusion sei, fest. Allerdings scheitert Inklusion - nach meinem subjektiven Empfinden - vor allem an gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und nicht zwangsläufig an diesen viel zitierten "Barrieren in den Köpfen", die der Inklusion zwar nicht förderlich sind, meiner Meinung nach aber nur ein kleines Hindernis sind. Tatsächlich mache ich immer öfter die Erfahrung, dass Inklusion - ich spreche jetzt zugegebenermaßen nur von Inklusion bei Körperbehinderten - auf der zwischenmenschlichen Ebene meistens sehr gut funktioniert. Und dann scheitert das Ganze nur an den Barrieren, die von außen gegeben sind. Zum Beispiel Treppen oder ähnlichem.

Ich habe viele Ladenbesitzerinnen kennengelernt, die mir die Ware nach draußen gebracht haben, weil vor dem Geschäft Treppen waren. In Marburg beispielsweise hat mir eine Mitarbeiterin vom 'Body Shop' dort ihre E-Mail Adresse gegeben und immer, wenn ich etwas auf der Internetseite vom 'Body Shop´ kaufen wollte, konnte ich ihr das schreiben und sie hat es mir am nächsten Tag auf der Straße überreicht und in die Tasche an meinem Rolli gepackt.

Einmal war ich mit meiner Assistentin T-Shirts kaufen, die sie mir anprobieren wollte. Nun waren die Garderoben in dem Geschäft aber zu klein für uns beide. Darum besorgte die Verkäuferin kurzerhand ein paar Trennwände, die meine Assistentin und sie zur provisorischen Behindertenumkleide umfunktionierten.

Einmal war ich in Paderborn auf dem Weg zu meinen Großeltern (zu Rollireifen): Ich hatte gerade einen Bürgersteig geentert, als ich wenig später ein Bauarbeiterfahrzeug bemerkte, dass dick und fett auf dem Gehweg stand und an dem ich nicht vorbei konnte, also fuhr ich vorerst wieder auf die Straße, mit dem Vorhaben, das Bauarbeiterfahrzeug zu passieren und dann wieder auf den Bürgersteig zu fahren. Tatsächlich fand sich, als ich am Fahrzeug vorbei war, aber kein abgesenkter Bordstein mehr, selbst nicht bei der naheliegenden Bushaltestelle. Etwas mutlos wurde ich langsamer. Es war eine ziemlich befahrene Straße und nun blieb mir wohl keine Wahl mehr, als im Gegenverkehr zur nächsten Kreuzung zu fahren. Da entdeckte ich ein Männchen, das an der Bushaltestelle gewartet hatte und nun auf mich zukam. Das Männchen entpuppte sich als junger Knabe, der wohl auf dem Weg zur Uni war. "Kann ich Ihnen helfen? Wollen Sie wieder auf den Bürgersteig?" Dankbar, dass er diese Lösung von sich aus angeboten hatte, nickte ich kräftig. Der junge Mann hielt nun Ausschau nach einem abgesenkten Bordstein, allerdings erfolglos. Zuerst rief er seine Kumpel und wollte ernsthaft meinen Rolli samt mir auf den Bürgersteig zu hieven. Dass das nicht geht, musste er bald einsehen. In diesem Moment kam der Bus. Der Knabe ließ mich in der Obhut seiner Kumpel, rannte zum Bus und diskutierte mit der Busfahrerin. Daraufhin senkte sie den Bus ab, der Knabe klappte die Rampe aus und winkte mir, einzusteigen. Das tat ich und wenig später für der Bus ab. Er fuhr aber nur  wenige Meter weiter und hielt am nächstliegenden Bürgersteig. Die Türen sprangen auf, der Knabe klappte die Rampe erneut aus und ich konnte bequem auf den Bürgersteig rollen und meinen Weg fortsetzen.       

 

 

 

5.8.15 15:19
 
Letzte Einträge: Vierzehn., Sechzehn, Einundzwanzig., Dreiundzwanzig.


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