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Neunzehn.

 Mir ist neulich etwas so Aufwühlendes passiert, das ich an dieser Stelle darüber berichten möchte, obwohl es vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz zu dem passt, was hier sonst so steht - hat aber such mit dem - vorsichtig gesagt - zarten Scheitern der Inklusion zu tun. Es geht nämlich um Barrieren in den Köpfen, um Vorurteile.

Vorgestern hab ich mich mit einer Bekannten in der Stadt getroffen und bei dieser Gelegenheit habe ich ihr direkt die gute Nachricht erzählt: dass sich die Stadt Rheinbach jetzt endlich dazu durchgerungen hat, meinen Pflegedienst zu bezahlen und meinem Umzug jetzt kaum noch was im Wege steht.  Auf die Frage meiner Bekannten, wann ich denn genau umziehe bzw. was denn das ´kaum noch was´ sei, was mir noch im Weg stehe, antwortete ich, es käme darauf an, bis wann der Pflegedienst Humanitus mein Pflege-und-Assistenz-Team zusammengestellt hätte. Außerdem würde ich die ganzen Assistenten nochmal alle einzeln kennenlernen und abnicken wolle. Ganz beiläufig erzählte ich dann auch, dass ich, wenn ich es mir schon aussuchen darf, ja auch nur von Frauen gepflegt werden möchte und so. Ehrlich gesagt genoss ich es gerade so richtig, im Redefluss zu sein, als mich meine Bekannte unterbrach und mich nüchtern fragte: "Meinst Du nicht, dass Du für Frauen zu schwer bist?" Das hat mich dann erstmal total rausgebracht. Zunächst gar nicht auf eine wütende empörte Weise. Ich war einfach nur perplex. Natürlich bin ich zu schwer für Frauen - ich bin, meiner Meinung nach, sogar auch zu schwer für Männer. Deshalb würde ich nie im Leben von einem Menschen verlangen, mich zu tragen! Aber es gibt ja so eine wunderbare Erfindung namens Lifter und den kann sogut wie jeder bedienen. Das geht sogar sehr gut! Es gibt jedenfalls keinen Grund, warum mich nur Männer pflegen können sollten! - Und ganz im Ernat, ich bin seit 17 Jahren auf Pflege angewiesen: Sollte ich es dann nicht mittlerweile selbst wissen, wenn Frauen mich tatsächlich nicht pflegen könnten? Das können sie aber, ich hab es selbst erlebt! Und ich finde auch, dass mein Wunsch nach gleichgeschlechtlicher Pflege zumindest akzeptiert und im Idealfall auch gar nicht erst in Frage gestellt werden sollte! - Und ich glaube, ich fand es enttäuschend, dass ausgerechnet eine Frau das getan hat! Was steckt denn hinter so einer In-Fragestellung? Behinderte Frauen nehmen es eher in Kauf als nicht-behinderte Frauen, von Männern gepflegt zu werden oder was? Die sollen doch froh sein, wenn das überhaupt jemand macht? Sowas in der Art?

Also, ich finde das ziemlich frech und überhaupt nicht inklusiv!

 

28.6.15 17:51
 
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Renasia / Website (29.6.15 07:16)
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