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Fünfzehn.

Wenn mein Leben ein Film wäre, dann würde ich manchmal vielleicht denken 'Da hat der Drehbuchautor jetzt aber gewaltig was an den Haaren herbeigezogen' oder 'Das ist jetzt aber eine unrealistische Inszenierung'. Tatsächlich passieren in meinem Leben bisweilen Dinge, von denen ich einfach nicht glauben kann, dass sie real sind. Ein Beispiel dafür versuche ich im Folgenden nieder zu schreiben, ohne zu emotional zu werden. Nach langem Hin und Her hat sich nun immerhin ergeben, dass das Sozialamt in Bonn für mich zuständig ist. - Ich hoffe, dass das jetzt auch wirklich endgültig ist! Na gut, gestern hat der Sachbearbeiter meinen Vater angerufen, um ihn die frohe Kunde mitzuteilen. Gleichzeitig meinte er außerdem, dass er meinen Pflegebedarf - nach dem ersten Lesen meiner Akte - auf 3 Stunden am Tag schätzen würde. Mein Vater, der noch im Büro war, hat daraufhin meine Mutter und mich zuhause angerufen, um uns davon in Kenntnis zu setzen. Ich war erst einmal sprachlos. Das war mal wieder so ein Moment, in dem man denkt, man hätte vergessen, aus einem surrealen Traum aufzuwachen; Die Ohren spielen einem einen Streich; Da will sich jemand einen Scherz erlauben; Keine Ahnung, auf jeden Fall erscheint einem das Gehörte viel zu lächerlich, um es als reale Tatsache ansehen zu können. Ich mein, irgendwie ist es ja schmeichelhaft, dass mich dieser Sachbearbeiter, der mich nur von meiner Akte kennt, offenbar nicht für so behindert hält, dass ich eine 24-Stunden-Assistenz bräuchte. Das bin ich aber nun mal und ich denke auch eigentlich, dass das aus meiner Akte hervorgeht, spätestens dann, wenn da steht, dass ich Pflegestufe 3 habe. Ich finde es ziemlich ... frech bis faszinierend, dass der Mann denkt, meinen Pflegebedarf beurteilen zu können, obwohl er mich noch nie gesehen hat. Dafür sollte ich ihm eigentlich meinen Respekt zollen! Schöner wäre es allerdings, wenn diese Beurteilung richtig wäre. Das ist sie aber eindeutig nicht! - Ich meine, die meisten Leute müssen mich einfach nur einmal angucken, um zu wissen, dass ich intensive Pflege brauche und da ist es mit 3 Stunden längst nicht getan! In Marburg zum Beispiel habe ich beobachtet, dass einige Pfleger 2 Stunden brauchen, um mich zu duschen und anzuziehen. Fürs An- und Ausziehen meiner Jacke gehen dann im schlimmsten Fall jeweils 30 Minuten drauf - und uuuups! Damit sind die 3 Stunden ja schon voll. Es ist möglich, dass ich jetzt schon wieder zu aggressiv und uneinsichtig reagiere: Immerhin haben wir ja noch nichts schriftlich und außerdem heißt das ja nichts. Zumindest bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir die 24-Stunden-Assistenz für mich durchboxen können, mit Anwalt oder ohne. (Ohne wäre natürlich wünschenswert!) Ich bin einfach ein bisschen genervt und enttäuscht, dass mein Umzugstermin jetzt noch weiter in die Ferne rücken muss.

 

(Korrektur: s. Eintrag Siebzehn)

12.5.15 18:25
 
Letzte Einträge: Vierzehn., Sechzehn, Zwanzig., Einundzwanzig., Dreiundzwanzig.


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