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Acht.

Gestern war ich mit einer Freundin und ihrem Pflegekind im Schwimmbad. Natürlich nicht zum Schwimmen. Behinderte schwimmen nicht, die stehen allerhöchstens am Beckenrand und gucken möglichst breitgrinsend zu, wie andere Spaß haben. Ich mein, das weiß doch jeder. An dieser Stelle muss ich allerdings erwähnen, dass das Pflegekind meiner Freundin selber schwerbehindert ist, mit dem nicht zu verkennenden Unterschied, dass sie leicht und klein ist und somit ins Wasser getragen werden kann. Für sie gilt diese Regel also noch nicht. Aber wehe, Behinderte sind dick, schwer und groß. Dann werden sie zum Problem.

Rein persönlich würde ich zwar denken, dass das Montemare in Rheinbach, das sogar erst kürzlich neu gemacht wurde, inklusiv und aufs Peinlichste behindertengerecht ist, so wie es in Zeiten der UN-Behindertenrechtskonvention etc. eigentlich zu erwarten wäre, allerdings denke ich das ja auch bei Häusern, die neu gebaut werden, aber was weiß ich schon? Nun, also gut, wir sind da rein gekommen - Zu erwähnen brauche ich ja nicht, dass die Frau am Empfang ausschließlich mit meiner Freundin gesprochen und mich ignoriert hat. Na ja, aber ansonsten war sie, glaub ich, ganz nett. Dann sagte sie: ,,Ich mache Ihnen das große Tor auf." ´Das große Tor' ist offenbar ein Tor, durch das Rollstühle ins Schwimmbad gelangen können. Das muss ich auch wirklich mal loben. Die haben sich da echt Gedanken gemacht, also muss ich schon sagen. Respekt! Das Tor war sogar breit genug, dass mein Rolli haarscharf dadurch passte. Es war zwar nicht elektrisch und wenn meine Freundin es mir nicht aufgehalten hätte, hätte ich ein Problem gehabt, aber dafür hab ich natürlich Verständnis. Immerhin ist es ja eine Unverschämtheit, wenn ein Behinderter ohne I-Helfer oder so unterwegs ist. Hinter dem Tor gibt es sogar einen Aufzug, in den immerhin ein einzelner Rollstuhl Platz hatte. Die Knöpfe sind so hoch und ungeschickt angebracht, dass der Insasse sie nicht alleine drücken kann.

Auf der Fahrt blieb der Aufzug stecken und das Licht ging aus. Aber das war meine Schuld. Ich hatte zu weit rechts geparkt, weil ich meinen Arm törichterweise nicht an die Knopfleiste quetschen wollte. Dumme Behinderte, die ich doch bin. Diesen Eindruck hat mir auch die schnippische Frau vermittelt, die mich irgendwann schimpfend und genervt wieder nach unten holte. Beim zweiten Mal hat's dann aber geklappt. Oben hab ich dann meine Freundin in die "Behindertenkabine" begleitet. Diese ist zugegebenermaßen 2x so groß wie andere Kabine, besteht allerdings nur aus ein paar Schließfächern, einem Korbstuhl und einer Turnmatte auf dem Boden. Keine Liege, kein Lifter. Nicht, dass das zu erwarten gewesen wäre, allerdings wünsche ich mir das von einem zeitgemäßen Schwimmbad.

Außerdem wünsche ich mir Lifter im Hallenbad, mehr als nur einen Duschstuhl. Toll wäre auch ein ebenerdiger Zugang zum Wasser, aber das ist wohl zuviel verlangt. 

 

11.9.14 16:24
 
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