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Drei.

Vor ca. 2 Monaten habe ich angefangen, meinen Stundenplan fürs neue Semester zusammenzustellen. Dabei fiel mir auf, dass das Seminar, welches ich am Montag belegen will, in der Biegenstraße 9 stattfindet. In der Biegenstraße 9 befindet sich ein auf den ersten Blick barrierefreies Gebäude, doch wenn man die Tür öffnet, steht man vor einer steilen engen Treppe, die in einen Hörsaal führt, und kein Aufzug, nicht mal ein Treppenlift, ist vorhanden. Ich weiß das, weil ich im letzten Semester auch zwei Seminare in diesem Gebäude hätte haben sollen. Mein Fehler war damals, dass ich das Gebäude nur von außen begutachtet habe und da ich außerdem in meiner Naivität annahm, dass, selbst wenn es in dem Gebäude Treppen gäbe, natürlich ein Aufzug da wäre, habe ich mich ohne weitere Bedenken für diese zwei Seminare angemeldet. Nun, die erste Woche des Semesters brach an und gerade, als ich frisch motiviert zu dem Montagsseminar gehen wollte, entdeckte ich die Treppen, die sich hinter der Tür in der Biegenstraße 9 verbarg. Zum Glück, muss man mal wieder sagen, gibt es Vitamin B, denn wenn nicht zufällig vier wirklich gute Freundinnen von mir das gleiche Seminar belegt hätten, hätte ich wirklich keine Ahnung gehabt, wie ich auf mich hätte aufmerksam machen sollen, so allein am Fuß der verhassten Treppe. In meinem Fall aber konnte ich meine Freundinnen, die glücklicherweise alle etwas zu spät kommen, nach oben in den Hörsaal schicken und die konnten mit dem Dozenten erfolgreich aushandeln, das Seminar ab der folgenden Woche ins Hörsaal zu verlegen. Im Gegensatz dazu weigerte sich die Dozentin des Dienstagsseminars schlicht, das Gleiche zu tun und so musste ich kurzfristig eine Vorlesung belegen, um doch noch auf meine Punkte zu kommen. Na gut, egal, auf jeden Fall weiß ich seitdem, dass ich nicht in die Biegenstraße 9 kann. Deswegen konnte ich auch meinem Dozenten, als ich gesehen habe, dass sein Seminar dort sein wird, eine E-Mail schreiben und ihn bitten, das Seminar zu verlegen und er versprach mir, das sofort zu tun. Aber bis heute hat sich im Vorlesungsverzeichnis nichts geändert und diesmal hat sich keine meiner Freunde für das selbe Seminar angemeldet... Also, wenn sich bis morgen immer noch nichts getan hat, muss ich meinem Dozenten nochmal eine E-Mail schreiben. Ich hasse das! Aber anders gehts wohl nicht...


12.8.14 19:21


Zwei.

Heute Morgen war ich auf dem Weg zur Krankengymnastik. Kleine Info nebenbei: Ich bin z. Zt. Bei meinen Eltern in Rheinbach und damit ich auch in den Semesterferien nicht auf die KG verzichten muss, haben wir einen Krankengymnasten in Rheinbach ausfindig gemacht, der mich während dieser Zeit behandelt und zu dem war ich heute unterwegs. Zu Reifen. Ist nämlich nicht so weit weg. Egal, auf jeden Fall stieß ich nach ein paar Metern auf mein erstes Hindernis. Irgendwelche netten Menschen hatten nämlich ihr Gartentor, das zum Bürgersteig hin öffnet -, auf dem ich fuhr – sperrangelweit offen gelassen. Tja, ich konnte nicht dran vorbei, weil nur noch ein winziger Bruchteil des Bürgersteigs frei war. Ich hab natürlich versucht, das Tor zuzustoßen, aber das brachte nichts, die Scharniere befanden sich auf der anderen Seite. Na gut, das hieß, ich musste auf die Straße ausweichen. Allerdings muss ich immer erst eine Stelle finden, wo der Bürgersteig abgesenkt ist, damit ich auf die Straße kann und das war bei der Stelle, an der ich stand, nicht der Fall. Folglich hätte ich mich theoretisch umdrehen müssen, um zurückzufahren und den Bürgersteig nach einer geeigneten Stelle abzusuchen. Theoretisch. Praktisch war der Bürgersteig nicht breit genug und so musste ich rückwärts fahren, solange bis der Bürgersteig abgesenkt war. Das war schon ärgerlich genug und eine mehr als unnötige Zeitverschwendung. Allerdings musste ich ja, als ich auf der Straße und an dem Gartentor vorbei gefahren war, auch irgendwie wieder auf den Bürgersteig zurückkommen. Das ging aber letztlich nicht, denn der Bürgersteig war an keiner weiteren Stelle mehr abgeflacht. Die ganzen Autofahrer haben sich bestimmt geärgert wie nur was, aber was hätte ich denn machen sollen? Ich bin immerhin auch schön brav an der Seite gefahren.

Auf dem Rückweg war das Tor immer noch offen, aber diesmal kam ich von der richtigen Seite und konnte das Tor zu stoßen, was ich mit ziemlicher Aggressivität auch getan hab. Dummerweise ist mein Fuß dabei in dem Gitter von dem Tor hängengeblieben und das war recht schmerzhaft. Es ist aber gut ausgegangen. Mein Fuß ist noch dran und ich hatte meinen restlichen Weg ungestört fortsetzen können.

12.8.14 19:18


Eins.

Ich fange mit meiner Uni an - und das ist die Uni Marburg. Nein, ich werde hier nichts zensieren, denn das bringt absolut gar nichts. Als erstes will ich jedoch von dem Grund berichten, warum ich als Rheinbacherin mich in Marburg beworben hab. Tatsächlich befindet sich in Marburg deutschlandweit das einzige Studentenwohnheim mit stationärer Pflegestation, in dem auch körperbehinderte Studenten wohnen. Direkt nach dem Abi alleine zu wohnen UND eine ambulante Pflege zu managen, das hab ich mich, ehrlich gesagt, nicht getraut. Und die Marburger Uni ist schon ziemlich behindertenfreundlich, wenn man sich mal so andere Unis, zum Beispiel, in Köln umguckt. Trotzdem ist die Uni in Marburg beileibe nicht perfekt. Zum Beispiel sind die Türen, außer beim Hörsaalgebäude, nicht elektrisch. Das heißt, wenn man als Behinderter bei Regen, Schnee, Hagel oder einfach nur extremer Kälte beispielsweise bei der PhilFak ankommt und nicht zufällig von anderen Studenten gesehen wird, muss man so lange draußen frieren, bis mal irgendjemand vorbeikommt. Bleiben wir bei der PhilFak. Die Türen sind super eng. Mein Rolli passt so gerade eben dadurch. Für den Hörsaal H gibt es einen Treppenlift. In den ersten zwei Semestern musste ich den oft benutzen - und ich habe ihn gehasst, ...hasse ihn noch! Der ist JEDES Mal, wenn ich damit fuhr, stehen geblieben - einfach stehen geblieben! Ich konnte nicht mehr raus, gar nichts! Das Coolste war jedoch, das absolut niemand sich verantwortlich fühlte. Seitdem vermeide ich bewusst alle Veranstaltungen, die in Räumen stattfinden, die für Rollis nur per Treppenlift erreichbar sind. Das Blöde ist allerdings, dass ich nächstes Semester eine solche Veranstaltung besuchen MUSS und die Dozentin sich weigert, auf einen anderen Raum auszuweichen. Das wird sicher ganz toll!

Also, die Treppenlifts sind eine Sache. Dann gibt es noch die "normalen" Aufzüge. Zuverlässig, zugegeben, aber irre unpraktisch! Nur um kurz mit der PhilFak abzuschließen: Die beiden Aufzüge da haben eine recht akzeptable Länge, sind aber ziiiiiiiiiiiiemlich eng! Außerdem schließen die Türen verdammt schnell und die Lichtschranke könnte man ebenso gut weglassen. Was mich aber am meisten ärgert, ist, dass bei dem einen Aufzug innen die Knopfleiste auf der rechten Seite ist, nur rechts. Und da meine rechte Hand verkrüppelt und somit nutzlos ist, muss ich folglich in diesen Aufzug immer rückwärts fahren, um mit der linken Hand drücken zu können. Also muss ich immer warten, welche Aufzugtür aufgeht, um mich dann ggf. zu drehen und rückwärts in den Aufzug zu befördern. Und da wären wir wieder bei dem Problem, das die Türen so verflixt schnell schließen.

Noch viel behindernder ist der Aufzug in der UB. Der ist locker die Hälfte von einem von denen in der PhilFak. Und als besonderen Bonus hat sich die Uni hier noch einfallen lassen, eine schwere Tür mit Druckknopf direkt vor dem Aufzug anzubringen. Sieht vielleicht schick aus, ist aber gar nicht praktisch. Vor allem, wenn man nur eine Hand zur Verfügung hat und die aber schon braucht, um den Rolli zu lenken. Ähnlich ist der Aufzug in den Bunsenstraße. Ehrlich gesagt, genauso. Nur ein bisschen größer.

 

12.8.14 19:13


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